Beschreibung
Albert der Große (ca. 1200-1280) erläutert um 1255-56 die aristotelische Schrift Über die Weissagung. Der Kommentar ist ein markantes Beispiel der ihm eigentümlichen Methode, Aristoteles zu ‚erläutern’ und zu ‚ergänzen‘. Der Textauslegung schickt er eine philosophische Abhandlung voraus, in der er seine eigene Lehre auf dem Hintergrund einer breiten philosophischen Überlieferung, die sich von der Spätantike bis in die arabische und jüdische Tradition erstreckt, entwickelt. Dabei zeigt er einen deutlich rationalistischen Ansatz, der prophetische Träume als ein natürliches Phänomen versteht, welches auf die Einflüsse der Gestirne auf die Menschen zurückzuführen ist. Alberts ‚astrologische‘ Lektüre wird die spätere Kommentartradition dauerhaft beeinflussen und stellt einen Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte der aristotelischen Schrift dar.
Übersetzt von Silvia Donati
Mit einer Einleitung von Silvia Donati





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