Beschreibung
Der Anspruch theologischer Forschung, Glaubensüberzeugungen zu reflektieren und die mit ihnen verknüpften Geltungsansprüche einer kritischen Prüfung zu unterziehen, konfligiert mit dem Anspruch des Lehramtes, die Wahrheit der kirchlichen Lehre zu bewahren und ihre unverfälschte Weitergabe zu garantieren. Dieser bislang ungelöste Konflikt zwischen Theologie und Lehramt tritt in aktuellen kirchenpolitischen Diskussionen deutlich zu Tage. Dahinter verbergen sich grundsätzliche theologische Fragen: nach der Begründung und Bestimmung des Geltungsanspruchs von Glaubensüberzeugungen, nach der Relevanz der klassischen Quellen Schrift und Tradition und nach der Verhältnisbestimmung von Vernunft und Offenbarung, nach dem Aufkommen von Lehrentscheidungen und den sie prägenden Kontingenzen und Machtdiskursen und schließlich danach, was mit guten Gründen Kontinuität beanspruchen kann und was an der bestehenden Lehre verändert werden muss, aus Gründen rationaler Plausibilität und aus Gründen ethischer Anforderung. Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Theologinnen-Netzwerkes „AGENDA – Forum katholischer Theologinnen“ setzen sich die Autorinnen aus ihren jeweiligen theologischen Fachperspektiven mit diesen Fragen auseinander.
Mit Beiträgen von Daniela Blum, Monika Bobbert, Sabine Demel, Cornelia Dockter, Margit Eckholt, Hille Haker, Marianne Heimbach-Steins, Birgit Jeggle-Merz, Angela Kaupp, Judith Könemann, Judith König, Ute Leimgruber, Lea Lerch, Sigrid Müller, Uta Poplutz, Sarah Rosenhauer, Jessica Scheiper, Barbara Schmitz, Teresa Schweighofer, Saskia Wendel, Gunda Werner, Juliane Eckstein





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