Beschreibung
Das Konzept „Offenbarung“ spielt in Judentum, Christentum und Islam eine entscheidende Rolle. Der Bezug auf eine göttliche Offenbarung begründet religiöse Überzeugungen und Praktiken, legitimiert aber auch die Organisationsformen verfasster Religionsgemeinschaften. Dass Gott es so und nicht anders will, kann dazu dienen, eigene Interessen zu verfolgen und kritische Anfragen zu diskreditieren. Historisch gewachsene Glaubensformate wechseln auf diese Weise ins Unantastbare.Der Missbrauch göttlicher Autorität liegt geschichtlich auf der Hand. Dabei bietet das Konzept Offenbarung im Glauben selbst ein religionskritisches Potenzial, nämlich die Einrede gegen religiöse und politische Ansprüche, Glaubensüberzeugungen mit göttlicher Autorität absolut zu setzen und entsprechend zu handeln.Das Konzept Offenbarung bleibt ambivalent. Es bedarf der theologischen Auseinandersetzung und Kritik: religionsvergleichend und ökumenisch, politisch-theologisch und epistemologisch, konfessionsbezogen selbstkritisch und hermeneutisch-ästhetisch auf Zukunft hin: Wie kann künftig göttliche Einrede in menschliche Selbstverständlichkeiten gedacht werden?
Mit Beiträgen von Jürgen Manemann, Martha Zechmeister, Lindsay Taylor-Guthartz, Tobias Specker, Muna Tatari, Bernhard Nitsche, Christine Axt-Piscalar, Margit Eckholt, Lieven Boeve, Ioan Moga, Jochen Sautermeister, Johanna Rahner, Matthias Remenyi, Saskia Wendel, Erwin Dirscherl, Isabella Guanzini, Mirja Kutzer
Mit einer Einleitung von Gregor Maria Hoff, Julia Knop





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